Peter Chevalier : Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal 2000

  • Peter Chevalier: Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal, 2000 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Peter Chevalier: Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal, 2000 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Peter Chevalier: Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal, 2000 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Peter Chevalier: Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal, 2000 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Peter Chevalier: Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal, 2000 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Peter Chevalier: Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal, 2000 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Peter Chevalier: Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal, 2000 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Peter Chevalier: Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal, 2000 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Peter Chevalier: Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal, 2000 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch

    Peter Chevalier: Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal, 2000 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch

  • Peter Chevalier: Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal, 2000 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Peter Chevalier: Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal, 2000 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Peter Chevalier: Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal, 2000 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Peter Chevalier: Sternenruhe / Rest eines Traumes / K. im Glassaal, 2000 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) befindet sich in einem Gebäudekomplex an der Wilhelmstraße und Mauerstraße und umfasst im "Hauptbau" das unter Denkmalschutz stehende Gebäude des ehemaligen nationalsozialistischen Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, das ebenfalls denkmalgeschützte Kleisthaus aus dem Jahre 1912 sowie das einstige Hofbeamtenhaus. Das Ensemble wurde 1998-2001 vom Architekturbüro Kleihues + Kleihues grundlegend saniert und durch eine zentrale Eingangshalle erweitert. Heute präsentiert sich das Gebäude als ein gelungenes Zusammenspiel aus Denkmalschutz, moderner Formensprache und Kunst am Bau. Die historischen Bauteile fügen sich als Zeugnisse ihrer Zeit in den Gebäudekomplex ein und erhielten durch die behutsame Sanierung eine vorsichtige Neuinterpretation. Neben einem Direktauftrag an den französische Konzeptkünstler Daniel Buren wurde für die weitere künstlerische Ausstattung des Bundesministeriums ein Beteiligungsverfahren mit fünf Künstlern durchgeführt. Die Kreuzungspunkte in den Fluren wurden von Thom Barth, Felix Droese und Katarina Zavarska gestaltet. Die Sanierung des Steinsaals aus den 1930er-Jahren ist ein gelungenes Beispiel für das Zusammenspiel von architektonischer Erneuerung und Kunst am Bau, die zu einer atmosphärischen Aufwertung führt. Peter Chevalier (* 1953) realisierte hier ein großes sowie zwei kleinere Gemälde für den Ministerwartebereich. Das große repräsentative Tafelbild ist eine abstrakte Komposition, dessen Größe auf die vertiefte Wandfläche zwischen zwei Pfeilern abgestimmt ist. Freie Formen wechseln mit rein malerisch behandelten Flächen ab und geben dem Bild einen gewissen Tiefenraum. Grautöne in feinen Schattierungen dominieren das Gemälde, wodurch Akzente in Weiß, Grün, Gelb und vor allem Blau hervortreten können. Insbesondere der Blauton wird durch die intensive Farbe des blauen Teppichs verstärkt und gespiegelt. Damit ist es in höchstem Maß geglückt, der Anforderung des Kunstbeirats der Bundesregierung nachzukommen, durch eine architektonische und künstlerische Kommentierung die düster erscheinende nationalsozialistische Architektur umzuwerten. Die kleineren Bilder im Ministerwarteraum beziehen sich mit ihrer Formensprache und Farbgebung auf das Gemälde im Steinsaal. In Chevaliers Werk stand anfänglich die figurative Malerei im Vordergrund, eingebunden in surreale (Traum-)Räume. Die Gemälde für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zeigen noch Spuren dieser Maltradition, sie verarbeiten Geschehenes, Ahnungsvolles, Visionäre und Utopisches jenseits der Realität. AS

Weiterführende Literatur Online:
Anne Schmedding / Constanze von Marlin / Anna-Sophie Laug / Lisa Kreft (Autoren), Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) (Hrsg.): Kurzdokumentation von 150 Kunst-am-Bau-Werken im Auftrag des Bundes seit 1950, BBSR-Online-Publikation 02/2019, März 2019.

Weiterführende Literatur:
Kunst am Bau. Die Projekte des Bundes in Berlin, hrsg. v. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen (BMVBW), Berlin 2002.


Tafelbild / Gemälde
Öl auf Leinwand
330 x 370 cm bzw. 81 x 100 cm und 81 x 100 cm
35.790 €
Kolloquium mit 5 Teilnehmern

Hauptbau (ehem. Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda)
Steinsaal Hauptgebäude Wilhelmstr. 49 (Sternenruhe) und Ministerwarteraum im 2. OG in der Taubenstr. 4-6 (Rest eines Traumes, K. im Glassaal)
nicht öffentlich zugänglich/einsehbar

Künstler : Peter Chevalier

Peter Chevalier (* 1953 in Karlsruhe) ist ein deutscher Maler. Er studierte Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und wurde 1985 in Hannover mit dem Bernhard-Sprengel-Preis für bildende Kunst ausgezeichnet. Seit 1992 ist er Professor für Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Bekannt ist er für seine Zeichnungen und Malereien, die dem Surrealismus nahestehen. Chevalier hatte zahlreiche internationale Ausstellungen, u.a. im Museum Bochum, im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt/Main, im Neuen Museum Weserburg Bremen, im University Art Museum Binghampton (USA), im Museo dell'Arredo Contemporaneo, Ravenna und im Nationalmuseum St. Petersburg. Kunst am Bau hat er für das Arbeitsministerium in Berlin realisiert.

Hauptbau (ehem. Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda)

Architektur: Karl Reichle
Bauzeit: 1936-1940

Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Wilhelmstraße 49
10117 Berlin

Der 1936-40 für das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda errichtete Baukomplex wurde im Krieg schwer beschädigt und nach teilweisem Wiederaufbau bis 1989 vom Amt für Informationen der DDR und vom Nationalrat der Nationalen Front genutzt. 1997-2001 wurden die Bestandsbauten von Propagandaministerium, Hofbeamtenhaus und sog. Kleisthaus durch Kleihues + Kleihues Architekten für das BMAS hergerichtet und durch eine zentrale Eingangshalle erweitert.