Katarina Zavarska : Genius loci, Berlin / die sozialen Konflikte der Weimarer Republik und der Wirtschaftskrise / Handwerk und Industrie / musisches und schöpferisches Arbeiten 2000

  • Katarina Zavarska: Genius loci, Berlin / die sozialen Konflikte der Weimarer Republik und der Wirtschaftskrise / Handwerk und Industrie / musisches und schöpferisches Arbeiten, 2000 / © Katarina Zavarska; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Katarina Zavarska: Genius loci, Berlin / die sozialen Konflikte der Weimarer Republik und der Wirtschaftskrise / Handwerk und Industrie / musisches und schöpferisches Arbeiten, 2000 / © Katarina Zavarska; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

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    Katarina Zavarska: Genius loci, Berlin / die sozialen Konflikte der Weimarer Republik und der Wirtschaftskrise / Handwerk und Industrie / musisches und schöpferisches Arbeiten, 2000 / © Katarina Zavarska; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

Anlässlich der Herrichtung des denkmalgeschützten ehemaligen Reichspropagandaministeriums als Berliner Dienstsitz des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung wurden sechs Kunst-am-Bau-Werke realisiert. In Abstimmung des Kunstbeirats der Bundesregierung mit dem Nutzer und dem Architekten kam es zu einer Direktbeauftragung und zu einem Kolloquiumsverfahren mit fünf Künstlern, die anschließend alle beauftragt wurden. Als Standorte der Kunst von Felix Droese, Thom Barth und Katarina Zavarska waren die Lobbys in den Knotenpunkten der Flure der Altbauflügel vorgesehen. Jeder Künstler bespielte jeweils alle vier in der vertikalen Achse liegenden Räume.
Katarina Zavarska (1948-1999) war Textilkünstlerin aus Bratislava, die in ihren Arbeiten verschiedene Techniken und Materialien gebrauchte. Für die Lobbys des BMAS in der südöstlichen Achse neben der Eingangshalle kombinierte sie eingefärbte und bedruckte Filzstücke, die sie auf unterschiedlich große Trägerplatten kaschierte, mit aufgebügelten Textfragmenten, Grafiken und Fotos. Thematisch beziehen sich die insgesamt sechs hoch- und querrechteckigen, quadratischen oder kreuzförmigen Textilcollagen auf die Liegenschaft.
Die beiden Tafeln in der Lobby des Erdgeschosses handeln vom „Genius loci Berlin“ und erinnern mit eingearbeiteten Veduten an die Stadtentwicklung Berlins. Zwei weitere Tafeln im ersten Obergeschoss thematisieren mit Zeitungsausrissen zu Inflation und Arbeitslosigkeit „Die sozialen Konflikte der Weimarer Republik und der Wirtschaftskrise“. In der dritten Etage findet sich ein einzelnes hochrechteckiges Tableau mit Motiven zu „Handwerk und Industrie“. Die Tafel im abschließenden Obergeschoss widmet sich mit Text- und Bildverweisen auf Richard Wagner, Johann Sebastian Bach und Johann Wolfgang von Goethe dem Sektor „Musisches und schöpferisches Arbeiten“.
Katarina Zavarskas Darstellungen verbinden die Bedeutungsebene der eingestreuten Texte, historischen Grafiken und Fotografien mit einer kubisch strukturierten Bildfläche und einer betont malerischen und teilweise konturauflösenden Färbung. Grundformen und -farben setzen jeweils markante abstrakte Akzente. – Nach dem Tod der Künstlerin im Jahr 1999 vollendete ihr Ehemann, Jan Zavarski, das Werk. MS

Weiterführende Literatur Online:
Martin Seidel / Claudia Büttner / Johannes Stahl (Autoren), Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) (Hrsg.): Kurzdokumentation von 300 Kunst-am-Bau-Werken des Bundes von 1950 bis 2013, BBSR-Online-Publikation Nr. 03/2018, Februar 2018.

Weiterführende Literatur:
Kunst am Bau. Die Projekte des Bundes in Berlin, hrsg. v. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen (BMVBW), Berlin 2002.


Textilarbeit
4 Textcollagen, eingefärbter und bedruckter Filz auf Trägerplatten
35.790 €
Kolloquium mit 5 Teilnehmern

Hauptbau (ehem. Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda)
Kreuzungspunkte der Flure, vertikale Achse Süd-Ost
nicht öffentlich zugänglich/einsehbar

Künstlerin : Katarina Zavarska

Katarina Zavarska (* 1948 in Bratislava / Slowakei; † 1999 ebenda) war Textilkünstlerin. Nach dem Besuch einer Kunstgewerbeschule im Bereich der Bildenden Kunst studierte sie Philosophie und erhielt eine künstlerische Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in Bratislava, an der sie auch einen Lehrauftrag hatte. Seit 1975 hatte sie zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen. Typisch für ihre Arbeiten ist die Verbindung von Textil, Malerei und Fotografie.

Hauptbau (ehem. Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda)

Architektur: Karl Reichle
Bauzeit: 1936-1940

Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Wilhelmstraße 49
10117 Berlin

Der 1936-40 für das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda errichtete Baukomplex wurde im Krieg schwer beschädigt und nach teilweisem Wiederaufbau bis 1989 vom Amt für Informationen der DDR und vom Nationalrat der Nationalen Front genutzt. 1997-2001 wurden die Bestandsbauten von Propagandaministerium, Hofbeamtenhaus und sog. Kleisthaus durch Kleihues + Kleihues Architekten für das BMAS hergerichtet und durch eine zentrale Eingangshalle erweitert.