Felix Droese: Stiere 1999

  • Felix Droese: Stiere, 1999 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Felix Droese: Stiere, 1999 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Felix Droese: Stiere, 1999 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Felix Droese: Stiere, 1999 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Felix Droese: Stiere, 1999 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Felix Droese: Stiere, 1999 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Felix Droese: Stiere, 1999 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Felix Droese: Stiere, 1999 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Felix Droese: Stiere, 1999 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Felix Droese: Stiere, 1999 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Felix Droese: Stiere, 1999 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Felix Droese: Stiere, 1999 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Felix Droese: Stiere, 1999 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Felix Droese: Stiere, 1999 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

Das heutige Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) wurde im Jahre 2000 als Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung im Torso des ehemaligen Reichspropagandaministeriums an der Wilhelmstraße untergebracht. Die Entwürfe für den Um- und Neubau stammen von dem Architekturbüro Kleihues + Kleihues. Im Rahmen der Neubaumaßnahmen erhielt Felix Droese, geboren 1950 in Singen-Hohentwiel, nach einem Vergabekolloquium den Auftrag zur Realisierung eines Kunst-am-Bau-Werks. Schematische Darstellungen von Stieren in kräftigen Farben schmücken seitdem die Flure des Ministeriums. Als Farben für die überlebensgroßen, türhohen Darstellungen wählte er Blau, Rot, Gelb und Schwarz sowie Farbaufträge aus Bronze und Kuhmist. In serieller Technik auf die Wand aufgebracht, gleichen sich die abstrahierten, anatomisch überkorrekt nachgezeichneten Formen der Stiere (Rasse „Galloway, dominant, hornlos“). Der Stier ist ein mehrfach verwendetes Motiv in Droeses Werk, nicht nur in Grafiken, sondern auch als autonome Skulptur, z. B. „Das Tier vor der Schwelle“ aus dem Jahr 1996. Das Motiv besitzt vielfältige Bedeutungen, in der europäischen Mythologie steht es für Zeugungskraft und ist damit ein Zeichen der Fruchtbarkeit. Der Stier ist ein Arbeitstier und steht synonym für Kraft und Ausdauer. Ferner wird der Stier in vielen religiösen Kulten als heiliges Tier verehrt. Wichtig für den Joseph Beuys-Schüler Droese ist es, einen Assoziationsspielraum zu eröffnen, der keine eindeutige Interpretation verlangt, ja sogar zulässt. Er provoziert gern mit seiner Kunst, und das mit Bildern, die für jeden Betrachter sofort erkennbar sind und gerade in dieser Direktheit zum Nachdenken anregen. Zu seiner Intention für das Kunstwerk im Bundesministerium für Arbeit und Soziales sagte er: „Ich wollte Arbeit als etwas Positives annehmen. Der Mensch kann ja gar nicht anders als sich durch Arbeit definieren. Deshalb ist der Zeus, der stets als Stiersymbol übertragen wird, an dieser Stelle so wichtig. Mir vermittelt der Stier sehr viel Kraft.“

Weiterführende Literatur Online:
Anne Schmedding / Constanze von Marlin (Autoren), BMVBS (Hrsg.): Kurzdokumentation von 200 Kunst-am-Bau-Werken im Auftrag des Bundes seit 1950. BMVBS-Online-Publikation 25/2012.

Weiterführende Literatur:
Kunst am Bau. Die Projekte des Bundes in Berlin, hrsg. v. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen (BMVBW), Berlin 2002, S. 190 ff.


Wandarbeit
Acrylfarbe (Blau, Rot, Gelb, Schwarz), Bronze, Kuhmist
35.790 €
Kolloquium mit 5 Teilnehmern

Hauptbau (ehem. Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda)
Knotenpunkt Nord/Ost (Kreuzungspunkt der Flure)
nicht öffentlich zugänglich/einsehbar

Künstler: Felix Droese

Felix Droese, geboren 1950 in Singen (Hohentwiel), deutscher Künstler. Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, vorrangig in der Klasse von Joseph Beuys. Politisches Engagement, so 1979 Kandidatur für die Grün-Alternative Liste bei den Kommunalwahlen in Düsseldorf. 1986 Professur an der Städelschule in Frankfurt a. M., Kündigung nach einem Semester. Auszeichnungen, u. a. art multiple-Preis (heute Cologne-Fine-Art-Preis) Düsseldorf 1996, Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein 2011. Zahlreiche Ausstellungen, u. a. Teilnahme an der documenta 7 in Kassel und an der 18. Biennale in Venedig 1988.

Hauptbau (ehem. Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda)

Architektur: Karl Reichle
Bauzeit: 1934-1942

Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Wilhelmstraße 49
10117 Berlin

Der Gebäudekomplex wurde in den 1930er-Jahren für das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda errichtet; schwere Beschädigungen während des Zweiten Weltkrieges. Zu DDR-Zeiten als Medienministerium genutzt, wurden nach einer kurzen Zwischennutzung durch das Umweltbundesamt die Bestandgebäude, zu denen auch das ehem. Hofbeamtenhaus und das sog. Kleisthaus gehören, 1997-2001 durch Kleihues + Kleihues Architekten für das BMAS saniert und um eine zentrale Eingangshalle erweitert.