Fritz Koenig (1924-2017)

Fritz Koenig (* 1924 in Würzburg, + 2017 in Ganslberg) war einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Mit seiner geometrisch reduzierten Formensprache profilierte er sich Ende der fünfziger und sechziger Jahre als einer der wichtigsten Repräsentanten der figürlichen Plastik in der westdeutschen Kunst. 1958 vertrat er Deutschland auf der XXIX. Biennale in Venedig, 1959 und 1964 nahm er an der documenta II und III in Kassel teil. Seine Ausbildung hatte er nach Kriegsdienst im zweiten Weltkrieg 1946-1952 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Anton Hiller erhalten. 1964 wurde er Professor an der Architektur-Fakultät der Technischen Universität München, 1969 Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München. Er schuf zahlreiche Skulpturen in öffentlichem Auftrag wie das Mahnmal im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen (1983) und das für die Opfer des Terroranschlages der Olympischen Spiele 1972 in München (1995). Als Kunst am Bau für den Bund realisierte er Relief und Brunnen für das Deutsche Patentamt München (1956) sowie Bronzeskulpturen für die Deutschen Botschaften in Washington, D.C./USA (1962), in Madrid/Spanien (1965/66), Brasilia (1970), London (1977-78) und in Dakar/Senegal (1978-82). Spätes Aufsehen erregte Koenigs 1972 aufgestellte „Große Kugelkaryatide“ in New York, weil sie, schwer beschädigt, den Einsturz der Twin Towers des World Trade Centers überstand und 2002 temporär als Mahnmal in den New Yorker Battery Park versetzt wurde.

Kunstwerke von Fritz Koenig