Walter Womacka : Unser Leben 1964

  • Walter Womacka: Unser Leben, 1964 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

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  • Walter Womacka: Unser Leben, 1964 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Walter Womacka: Unser Leben, 1964 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Walter Womacka: Unser Leben, 1964 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Walter Womacka: Unser Leben, 1964 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Walter Womacka: Unser Leben, 1964 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Walter Womacka: Unser Leben, 1964 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Walter Womacka: Unser Leben, 1964 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Walter Womacka: Unser Leben, 1964 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Walter Womacka: Unser Leben, 1964 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Walter Womacka: Unser Leben, 1964 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

Das Haus des Lehrers wurde 1962 bis 1964 im Auftrag des Ministeriums für Volksbildung von Hermann Henselmann errichtet. Zu dem 54 Meter hohen, zwölfgeschossigen Hochhaus im Stil der Internationalen Moderne, gehört auch die angrenzende, seitlich zurückgesetzte Kongresshalle. Dem Auftrag für ein architekturbezogenes Kunstwerk war ein vom Ministerium für Volksbildung ausgeschriebener Wettbewerb vorausgegangenen, dessen Ziel es war, am Alexanderplatz – als einem der zentralen innerstädtischen Orte – ein appellativ und „erzieherisch“ angelegtes Kunstwerk zu realisieren, das gesellschaftliche Wirkung erzeugen und eine politische Botschaft transportieren sollte.
Walter Womacka (1925-2010) entwarf und realisierte das Wandbild „Unser Leben“ zwischen 1962 und 1964. Der umlaufende Wandfries ist mit 7 Metern Höhe und 125 Metern Länge eines der flächenmäßig größten Kunstwerke Europas und erstreckt sich zweigeschossig über die dritte und vierte Etage, in denen die Magazinbestände der Pädagogischen Zentralbibliothek untergebracht werden sollten. Das Wandbild aus rund 800.000 Mosaiksteinen thematisiert inhaltlich in zahlreichen einzelnen Szenen Mutter mit Kind, das Entdecken der Natur, eine Unterrichtssituation, Forschung und Weltbilder, Familienleben, Arbeitsleben mit Brigadesitzung, Ernte, Stahlkochen, Künstler, Völkerfreundschaft und Heimat, Sport, technischer Fortschritt sowie immer wiederkehrende, gängige symbolhafte Motive, wie der Lebensbaum, die Friedenstaube oder das Kind mit Blume. Die Aussage bezieht sich auf eine demonstrativ harmonische und positive Zukunft. Die Funktion des Kunstwerks lag vor allem in der Schmuckausgestaltung und Dekoration des verkehrsreichen Alexanderplatzes mit intendierter internationaler Strahlkraft. Walter Womacka war als Vertreter des sozialistischen Realismus einer der führenden Künstler im Bereich der Kunst am Bau der DDR und wurde gleich für mehrere Kunst-am-Bau-Projekte an Ministerumsbauten beauftragt. Die Wandgestaltungen an öffentlichen Gebäuden von Womacka, der als Vizepräsident des Verbandes Bildender Künstler für die Ziele der DDR-Führung eintrat, demonstrieren häufig den gesellschaftlichen Zusammenhalt und zeigen Bilder von Fortschritt und Zukunft, womit sie das Ziel der erzieherischen Einflussnahme durch Kunst im öffentlichen Raum in der Darstellung typisierter Menschenbilder umsetzten. LK


Fassadenarbeit
emailliertes Glas, Keramik, Blei
ca. 7 x 125 m
Wettbewerb

Haus des Lehrers
Außenfassade in Höhe des 3. und 4. OG
öffentlich zugänglich/einsehbar

Künstler : Walter Womacka

Walter Womacka (1925 Obergeorgenthal, heute Horní Jiřetín/Tschechien - 2010 Berlin) arbeitete als Maler und Grafiker und schuf zahlreiche architekturgebundene Arbeiten im Auftrag der DDR. Nach einer Ausbildung zum Zimmer- und Dekorationsmaler in Teplitz-Schönau (heute Teplice/Tschechien) studierte Womacka Gebrauchsgrafik in Braunschweig und befasste sich erstmals mit Glastechnik. In den 1950er Jahren widmete er sich der Wandmalerei in Weimar und Dresden bei Fritz Dähn und Rudolf Bergander. Über zwanzig Jahre lang leitete er die Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Von 1959 bis 1988 war er Vizepräsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR und nahm allein drei Nationalpreise der DDR entgegen. Zu seinen baugebundenen Werken zählen u. a. in Berlin die Wandbilder für das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR und das Ministerium für Bauwesen der DDR, der Brunnen der Völkerfreundschaft in Berlin und das Relief für das Haus des Reisens.

Haus des Lehrers

Architektur: Hermann Henselmann
Bauzeit: 1962-64

Haus des Lehrers
Alexanderstraße 9
10178 Berlin

Das Haus des Lehrers wurde von 1962 bis 1964 im Auftrag des Ministeriums für Volksbildung von Hermann Henselmann als Ergebnis des ersten Wettbewerbs für die Neugestaltung des Alexanderplatzes erbaut.

Weitere Kunstwerke: Womacka, Walter