Victor Bonato : Gegenströmung 1981

  • Victor Bonato: Gegenströmung, 1981 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Victor Bonato: Gegenströmung, 1981 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Victor Bonato: Gegenströmung, 1981 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Victor Bonato: Gegenströmung, 1981 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Victor Bonato: Gegenströmung, 1981 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Victor Bonato: Gegenströmung, 1981 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Victor Bonato: Gegenströmung, 1981 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Victor Bonato: Gegenströmung, 1981 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Victor Bonato: Gegenströmung, 1981 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Victor Bonato: Gegenströmung, 1981 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Victor Bonato: Gegenströmung, 1981 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: Archiv BBR (1981)

    Victor Bonato: Gegenströmung, 1981 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: Archiv BBR (1981)

  • Victor Bonato: Gegenströmung, 1981 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR Archiv (1981)

    Victor Bonato: Gegenströmung, 1981 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR Archiv (1981)

Für die künstlerische Ausstattung des Kreuzbautenareals wurden mehrere Wettbewerbe ausgelobt, weitere Aufträge wurden direkt vergeben, sodass sich insgesamt knapp 50 Werke auf dem Gelände befinden. Von dem Künstler Victor Bonato (geboren 1934) wurden zwei Werke realisiert: „Hour-Flower“ (1978) in einem der Innenhöfe von Haus A2 ist eine bewegliche Spiegelplastik, die durch einen Motor betrieben werden kann und an eine sich öffnende und schließende Blume erinnert, und die im Durchgang von Haus A6 befindliche Plastik „Gegenströmung“.
"Gegenströmung" war ursprünglich unter dem Titel "Gleiche Massen auf ungleichen Räumen (Gegenströmung)" als bewegliche Arbeit für die Caféteria konzipiert worden: Edelstahlkugeln sollten auf Bahnen aus Aluminiumrohren liegen und durch einen Lichtschrankenmechanismus in eine in sich kreisende Bewegung geraten. Realisiert wurde dagegen eine längliche Bahn aus 14 Rohren, die sich vom Foyer von Haus A6 an der Godesberger Allee bis auf den Vorplatz erstreckte, wobei die Bahn von einer bodentiefen Fensterscheibe in der Mitte durchtrennt wurde. Die drei darauf befindlichen Kupferkugeln konnten manuell bewegt werden. Aus Sicherheitsgründen musste die Arbeit abgebaut werden. 1991 wurde sie durch den Künstler modifiziert und um wenige Meter verschoben wieder aufgestellt - sie befindet sich nun im Durchgang von Haus A6 und auf dem Vorplatz. Seitdem sind die Bahnen in der Mitte aufgebrochen und die Rohre hochgebogen; ein Raumteiler aus Stahl trennt die Arbeit in zwei Teile, sodass die nunmehr fünf Kugeln nicht mehr beweglich sind. Damit wurde die ursprüngliche künstlerische Idee stark verändert, die eine Verbildlichung der beweglichen Kugel auf ihrer Bahn vorstellte und um ihren scheinbar leicht in Gang zu setzenden Lauf. In der jetzigen Arbeit ist durch den trennenden Raumteiler vor allem das abrupte Ende der Bahn und damit die Verhinderung der Laufbahn einer Kugel thematisiert, was auf anderer Ebene dem Faktum entspricht, dass das einst als öffentlich zugängliche Architektur-Kunst-Landschaft konzipierte Ensemble heute umzäunt ist und eher als städtebauliche Barriere zum Rhein hin wirkt. SvM/UC

Weiterführende Literatur Online:
Anne Schmedding / Constanze von Marlin (Autoren), BMVBS (Hrsg.): Kurzdokumentation von 200 Kunst-am-Bau-Werken im Auftrag des Bundes seit 1950. BMVBS-Online-Publikation 25/2012.

Weiterführende Literatur:
Zabel-Zottmann, Gabriele, 2012: Skulpturen und Objekte im öffentlichen Raum der Bundeshauptstadt Bonn, Aufgestellt von 1970 bis 1991, Mit Betrachtung einer Auswahl vorher sowie anschließend aufgestellter Werke. Phil. Diss. Bonn, Teil 1 Text: S. 67 ff.; Teil 2 Katalog: S. 120–112, Kat. Nr. 143
Claudia Büttner (Autorin), BMVBS (Hrsg.): Geschichte der Kunst am Bau in Deutschland, BMVBS-Online-Publikation, Berlin 2011.
Rainer K. Wick, Bonato, Kunst im öffentlichen Raum 1987–1996, Köln 1996.


Freiplastik / Skulptur
Kupfer, Beton
Kugeln Ø je 60 cm, Rohr Ø 10 cm, Fläche außen 1545x153 cm, innen 280x153 cm
44.789 €
Auftrag nach Teilnahme am Wettbewerb

Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (Haus A6)
Durchgang von Haus A6
öffentlich zugänglich/einsehbar

Künstler : Victor Bonato

Victor Bonato, geboren 1934 in Köln, hat zahlreiche Kunst-am-Bau-Projekte realisiert und dabei stark auf situative Elemente reagiert. Wichtige Arbeiten von ihm befinden sich im Bonner Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft, um das Wasserstraßenkreuz in Minden und auf dem Flughafen Köln-Bonn. In Innenraumarbeiten und freier Kunst hat Bonato mit größerer Freiheit auch figurative oder literarische Spielräume erschlossen. Nach einer Berufsausbildung zum Glasmaler studierte er Wandmalerei an den Kölner Werkschulen und war 1966 Mitbegründer der Kölner Künstlergruppe „K-66“. 1993 erhielt er die August-Macke-Medaille der Stadt Bonn.

Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (Haus A6)

Architektur: Planungsgruppe Stieldorf (M. Adams, R. Glatzer, G. Hornschuh, G. Pollich, P. Türler)
Bauzeit: 1969-1975

Campus Kreuzbauten
Heinemannstraße 2-22
53175 Bonn
Nordrhein-Westfalen

Haus A6 entstand 1969-75 im Zusammenhang mit den von der Planungsgruppe Stieldorf für das Bundesministerium der Justiz und die Bundesministerien für Bildung und Wissenschaft sowie für Forschung und Technologie errichteten Kreuzbauten. Es wird heute vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung genutzt.

Weitere Kunstwerke: Campus Kreuzbauten, Bonn

Weitere Kunstwerke: Bonato, Victor