Walter Ibscher : Das große Rad 2003

  • Walter Ibscher: Das große Rad, 2003 / © Walter Ibscher; Fotonachweis: BBR / Bernd Hiepe (2012)

    Walter Ibscher: Das große Rad, 2003 / © Walter Ibscher; Fotonachweis: BBR / Bernd Hiepe (2012)

  • Walter Ibscher: Das große Rad, 2003 / © Walter Ibscher; Fotonachweis: BBR / Bernd Hiepe (2012)

    Walter Ibscher: Das große Rad, 2003 / © Walter Ibscher; Fotonachweis: BBR / Bernd Hiepe (2012)

  • Walter Ibscher: Das große Rad, 2003 / © Walter Ibscher; Fotonachweis: BBR / Bernd Hiepe (2012)

    Walter Ibscher: Das große Rad, 2003 / © Walter Ibscher; Fotonachweis: BBR / Bernd Hiepe (2012)

  • Walter Ibscher: Das große Rad, 2003 / © Walter Ibscher; Fotonachweis: BBR / Bernd Hiepe (2012)

    Walter Ibscher: Das große Rad, 2003 / © Walter Ibscher; Fotonachweis: BBR / Bernd Hiepe (2012)

  • Walter Ibscher: Das große Rad, 2003 / © Walter Ibscher; Fotonachweis: BBR / Bernd Hiepe (2012)

    Walter Ibscher: Das große Rad, 2003 / © Walter Ibscher; Fotonachweis: BBR / Bernd Hiepe (2012)

Am Südrand des Areals der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit (BA) steht an der Weddigenstraße vor einem sechsgeschossigen Nebengebäude „Das große Rad“ des Nürnberger Künstlers Walter Ibscher von 1975. Es handelt sich dabei um eine drei Meter hohe Betonskulptur auf einer fünf mal fünf Meter großen Standfläche aus Natursteinpflaster, die in die Rasenfläche eingebettet ist. Ihre einfache Scheibenform bildet einen klaren Kontrast zur streng linear gegliederten Rasterfassade des modernen Hochhausgebäudes hinter der Skulptur. Eine kreisrunde Öffnung in der Mitte markiert die Achse des Rades und lässt durch ihre Verschattung das Volumen der Freiplastik erahnen, die an der Vorderseite durch Eindrucke von Kunststoffbahnen in die Oberflächenstruktur kreuzförmig gegliedert ist, während die Rückseite glatt ausgebildet ist.
Eigentlich hatte Ibscher „Das große Rad“ 1975 für den Vorplatz des Hauptzollamts Nürnberg geschaffen, für das Ibscher auch die landschaftliche Gestaltung des Vorplatzes mit Rasenfläche und Strauchgruppen übernommen hatte. Da diese Liegenschaft aber später zum Sitz des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wurde und das Zollamt 2006 vom Kohlenhof in den Hafen übersiedelte, erhielt die Skulptur bereits 2003 ihren neuen Standort auf den Grünflächen der inzwischen in Zentrale der Bundesagentur für Arbeit umbenannten Behörde an der Regensburger Straße, die 1970-73 von den Architekten Fischer, Krüder und Rathai als weitläufiger Baukomplex errichtet worden ist.
Die Arbeit von Ibscher ergänzt hervorragend die im Zuge des Neubaus der Bundesagentur für Arbeit für den Außenraum entstandenen Werke von Norbert Kricke, Günther Uecker und Max Walter, die ebenso wie die Wandgestaltungen von Adolf Luther und Günter Maas im Gebäudeinneren nach einem beschränkten Wettbewerb in Auftrag gegeben wurden. CL/UC

Weiterführende Literatur Online:
Claudia Büttner / Christina Lanzl (Autoren), Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) (Hrsg.): Kurzdokumentation von 200 Kunst-am-Bau-Werken im Auftrag des Bundes von 1950 bis 1979. BBSR-Online-Publikation 12/2014, Bonn, Dezember 2014.

Weiterführende Literatur:
Elke Masa: Freiplastiken in Nürnberg. Nürnberg 1994.


Freiplastik / Skulptur
weißer Beton
300 x 300 x 60 cm
nicht-offener Wettbewerb / Einladungswettbewerb

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
Außenbereich an der Weddigenstraße
öffentlich zugänglich/einsehbar

Künstler : Walter Ibscher

Walter Ibscher (1926 Laubusch – 2011 Nürnberg) studierte 1951-57 bei Hans Wimmer an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Als Restaurator arbeitete er 1960-66 im Auftrag des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Von 1973-2000 war er Fachlehrer für plastisches Gestalten an der Staatlichen Fachoberschule Nürnberg und dozierte daneben im Fachbereich Architektur der Georg-Simon-Ohm-Hochschule 1988-2004. Er erhielt das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland 2004. Walter Ibscher arbeitete vielseitig als Bildhauer, Grafiker, Medailleur, Bühnenbildner, Restaurator und Kunstpädagoge. Der Künstler war bundesweit tätig und schuf eine Reihe von Werken im öffentlichen Raum und in Kirchen seiner Heimatstadt Nürnberg, u.a. für die Landesgewerbeanstalt, das Gesundheitsamt, das Theresienkrankenhaus oder den Kinderspielplatz im Schloss Almoshof.

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Architektur: unbekannter Architekt
Bauzeit: 1970-1973

Zentrale der Bundesagentur für Arbeit
Regensburger Straße 104
90478 Nürnberg
Bayern

Das IAB wurde 1967 gegründet, um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der zunehmenden Automatisierung zu erforschen und die Bundesanstalt für Arbeit und die Politik entsprechend zu beraten. Das IAB hat seinen Sitz auf dem Gelände der 1970-73 errichteten Bundeszentrale für Arbeit in einem separaten Gebäude.