Konstanze Trommer : Zwei Zellen 2007

  • Konstanze Trommer: Zwei Zellen, 2007 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2016)

    Konstanze Trommer: Zwei Zellen, 2007 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2016)

  • Konstanze Trommer: Zwei Zellen, 2007 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2016)

    Konstanze Trommer: Zwei Zellen, 2007 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2016)

  • Konstanze Trommer: Zwei Zellen, 2007 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2016)

    Konstanze Trommer: Zwei Zellen, 2007 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2016)

Das Julius Kühn-Institut (JKI) ist das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Deutschland. Inhaltlich geht es um die nachhaltige Erzeugung und Nutzung von Kulturpflanzen als Nahrungsgrundlage, als nachwachsende Rohstoffe und als wesentliche Bestandteile der Lebensumwelt. struhk architekten entwarfen für den Hauptsitz in Quedlinburg ein in die Landschaft eingebettetes Gebäudeensemble. Als Blickfang und Auftakt der Anlage präsentiert sich der Sonderbaukörper mit Konferenz- und Bibliotheksbereich sowie der Cafeteria. Anlässlich des Neubaus wurde ein einstufiger, beschränkter Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerberverfahren ausgeschrieben. Aus 400 Teilnehmern ermittelte ein Auswahlgremium 16 Künstler und empfahl für die Eingangshalle und Magistrale die Glasgestaltung von Günter Grohs und für die Außenanlagen die Realisierung der Plastiken von TRAK Wendisch. Der Wettbewerbsentwurf von Konstanze Trommer wurde nachträglich auf Wunsch der Nutzer in einer Variante für die Cafeteria aus Kunst-am-Bau-Mitteln angekauft. Sie übernahm ihre ursprüngliche, künstlerische Gestaltungsidee, aufbauend auf der Kombination des Farb- und Linienspiels vegetabiler Pflanzenstrukturen und genetischer Marker. Die Motive in leuchtenden Blau- und Grüntönen, die für die Glasfassade am Haupteingang entworfen wurden, entwickelte sie zu einem gerahmten Triptychon weiter. Die digitale Bildmontage entstand aus der Überlagerung, Durchbrechung und Durchdringung unterschiedlicher Strukturen, wodurch eine räumliche Tiefendimension erzeugt wird. Die Darstellung zeigt farblich und grafisch bearbeitete vegetabile Zellformationen, eingebettet in das Raster einer molekularen Markeranalyse. Konstanze Trommer hat dafür Aufnahmen verwendet, die am JKI durch Transmissionselektronenmikroskopie und Rasterelektronenmikroskopie entstanden sind, womit der inhaltliche Bezug zu den Forschungsfeldern des Instituts unmittelbar gegeben ist. Zellen sind Bestandteile natürlicher Materie, sie sind Sinnbild für Leben, Ursprung, Wachstum, Energieaustausch. Die Thematik deutet auf den naturwissenschaftlichen Anspruch des Bundesforschungsinstituts hin und symbolisiert zugleich die Basisstruktur der Bausteine allen Lebens. SvM


Print
Tintenstrahl auf Papier, laminiert, gerahmt
100 x 360 cm
7.000 €
Ankaufsverfahren

Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
Cafeteria
nicht öffentlich zugänglich/einsehbar

Künstlerin : Konstanze Trommer

Konstanze Trommer, geboren 1953, ist eine deutsche Grafikerin, Malerin und Textilkünstlerin. Von 1972 bis 1977 studierte sie an der Hochschule für industrielle Formgestaltung, Burg Giebichenstein, Halle/Saale, und arbeitete im Anschluss als Flächendruckdesignerin für die Textilindustrie. Seit 1982 ist sie freischaffende Künstlerin. Neben ihren zahlreichen Ausstellungen realisiert sie insbesondere Kunst-am-Bau-Projekte, so für das Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Quedlinburg, das Kreiskrankenhaus Greiz, die Bauhaus-Universität Weimar und das Südharz Klinikum Nordhausen.

Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen

Architektur: struhk architekten Planungsgesellschaft mbH
Bauzeit: 2003-2006

Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
Erwin-Baur-Str. 27
06484 Quedlinburg
Sachsen-Anhalt

2002 Realisierungswettbewerb für einen 15.000 Quadratmeter großen Institutsneubau mit Verwaltungsgebäude und eine fast 9.000 Quadratmeter große Gewächshausanlage