Edgar Gutbub : Dialog zwischen quadratischem und dreieckigem Stein 1993

  • Edgar Gutbub: Dialog zwischen quadratischem und dreieckigem Stein, 1993 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR Archiv (1993)

    Edgar Gutbub: Dialog zwischen quadratischem und dreieckigem Stein, 1993 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR Archiv (1993)

  • Edgar Gutbub: Dialog zwischen quadratischem und dreieckigem Stein, 1993 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: Archiv BBR (1993)

    Edgar Gutbub: Dialog zwischen quadratischem und dreieckigem Stein, 1993 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: Archiv BBR (1993)

  • Edgar Gutbub: Dialog zwischen quadratischem und dreieckigem Stein, 1993 / © VG Bild-Kunst, Bonn; (1993)

    Edgar Gutbub: Dialog zwischen quadratischem und dreieckigem Stein, 1993 / © VG Bild-Kunst, Bonn; (1993)

  • Edgar Gutbub: Dialog zwischen quadratischem und dreieckigem Stein, 1993 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR Archiv (1993)

    Edgar Gutbub: Dialog zwischen quadratischem und dreieckigem Stein, 1993 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR Archiv (1993)

Bei der 1993 fertiggestellten Deutsche Botschaft Helsinki ist die reiche Ausstattung mit Gemälden und Skulpturen und deren enge konzeptionelle Verbindung zur Architektur bemerkenswert. Zwei Wettbewerbe mit beschränktem Teilnehmerkreis wurden dafür 1992 in Absprache mit dem Architekten seitens der Bundesbaudirektion ausgeschrieben – einer für den Innenbereich der Residenz, den Frank Michael Zeidler mit seinen sechs großformatigen Malereien für sich entschied, und ein zweiter für eine Skulptur im Residenzgarten, zu dem die Künstler Joachim Bandau, Edgar Gutbub, Leo Kornbrust, Alf Lechner und Rudolf Wachter geladen waren.
Für den Wettbewerb im Außenbereich war als Standort der südwestlich gelegene Residenzgarten vorgesehen, da der nach Osten gehende Ehrenhof bereits von der Stelengruppe des Architekten skulptural geprägt war und von daher für Kunst am Bau weniger geeignet erschien. Für diesen Ort wählte das Preisgericht – einstimmig bei einer Enthaltung – den Vorschlag von Edgar Gutbub (Jahrgang 1940) für eine Doppelskulptur zur Realisierung aus.
Gutbub arbeitet in seinen Skulpturen ausschließlich mit geometrischen Formen, die er in spannungsvolle Beziehung zum Umfeld setzt. Für Helsinki konzipierte er als Dialog zwischen einem quadratischen und einem dreieckigen Stein eine zweiteilige Skulptur aus rotem, teilweise poliertem Granit, die sich jeweils aus zwei Blöcken zusammensetzt. Als kräftig akzentuierendes Artefakt, das zahlreiche Perspektiven bietet, ist die Skulptur als Kontrapunkt zur umgebenden Natur konzipiert. Gleichzeitig bietet sie imposante, den Nutzer mit sich konfrontierende Sitzmöglichkeiten, wobei der quadratische Stein den Sitzenden dreiseitig einschließt, während der dreieckige freie Sicht auf den weitläufigen Garten und das Ufer gewährt. MS/UC

Weiterführende Literatur Online:
Martin Seidel (Autor), BMVBS (Hrsg.): Kunst am Bau bei Deutschen Botschaften und anderen Auslandsbauten. BMVBS-Online-Publikation 11/2011.


Freiplastik / Skulptur
roter Granit mit Sitzrinnenflächen
150 x 150 x 150 cm und 300 x 150 x 100 cm
76.694 €
nicht-offener Wettbewerb / Einladungswettbewerb mit 5 Teilnehmern

Deutsche Botschaft Helsinki, Kanzlei und Residenz
Garten der Residenz
nicht öffentlich zugänglich/einsehbar

Künstler : Edgar Gutbub

Edgar Gutbub (1940 Mannheim - 2017 Wuppertal) war ein deutscher Bildhauer. Er studierte 1961-1963 an der Freien Akademie in Mannheim und 1963-1969 Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, bevor er 1972 er den Villa-Romana-Preis für einen Aufenthalt in Florenz gewann. Zahlreiche weitere Stipendien und Preise sollten folgen, ebenso Gastprofessuren an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Gutbubs Arbeiten sind zumeist aus einfachen geometrischen Elementen aufgebaut und zielen auf eine gesteigerte Wahrnehmung von Größe und Richtung. Sie sind der konkreten Kunst zuzurechnen. Er realisierte zahlreiche Werke für den öffentlichen Raum, u.a. in Schwäbisch Hall, Sankt Wendel, Wesel, Köln und München. Kunst am Bau für den Bund schuf er u.a. für die Deutsche Botschaft in Helsinki 1993.

Deutsche Botschaft Helsinki, Kanzlei und Residenz

Architektur: Juha Leiviskä, Helsinki
Bauzeit: 1991-93

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Krogiuksentie 4b
00340 Helsinki
Finnland

Für den Neubau der Deutschen Botschaft in Helsinki wurde 1985 ein beschränkter zweistufiger und anonymer Wettbewerb ausgelobt, an dem 34 deutsche und finnische Architekten teilnahmen. Realisiert wurde der Bau 1991-93 nach den Plänen des finnischen Architekten Juha Leiviskä, der für seine Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde.