Christian Roeckenschuss : o. T. (Wandrelief) 1977

  • Christian Roeckenschuss: o. T. (Wandrelief), 1977 / © Christian Roeckenschuss; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2017)

    Christian Roeckenschuss: o. T. (Wandrelief), 1977 / © Christian Roeckenschuss; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2017)

  • Christian Roeckenschuss: o. T. (Wandrelief), 1977 / © Christian Roeckenschuss; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2017)

    Christian Roeckenschuss: o. T. (Wandrelief), 1977 / © Christian Roeckenschuss; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2017)

  • Christian Roeckenschuss: o. T. (Wandrelief), 1977 / © Christian Roeckenschuss; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2017)

    Christian Roeckenschuss: o. T. (Wandrelief), 1977 / © Christian Roeckenschuss; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2017)

  • Christian Roeckenschuss: o. T. (Wandrelief), 1977 / © Christian Roeckenschuss; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2017)

    Christian Roeckenschuss: o. T. (Wandrelief), 1977 / © Christian Roeckenschuss; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2017)

  • Christian Roeckenschuss: o. T. (Wandrelief), 1977 / © Christian Roeckenschuss; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2017)

    Christian Roeckenschuss: o. T. (Wandrelief), 1977 / © Christian Roeckenschuss; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2017)

  • Christian Roeckenschuss: o. T. (Wandrelief), 1977 / © Christian Roeckenschuss; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2017)

    Christian Roeckenschuss: o. T. (Wandrelief), 1977 / © Christian Roeckenschuss; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2017)

  • Christian Roeckenschuss: o. T. (Wandrelief), 1977 / © Christian Roeckenschuss; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2017)

    Christian Roeckenschuss: o. T. (Wandrelief), 1977 / © Christian Roeckenschuss; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2017)

Das heute von der Akademie Auswärtiger Dienst als Hörsaalgebäude genutzte „Haus Europa“ wurde ursprünglich für die Deutsche Stiftung für Internationale Entwicklung (DSE) errichtet, die von 1959 bis 2002 bestand und im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Aufgaben der Aus- und Fortbildung von Fach- und Führungskräften aus Entwicklungs- und Transformationsländern sowie von deutschen Fachkräften für die Entwicklungsarbeit wahrnahm. Seit ihrem Gründungsjahr war die Stiftung in der repräsentativen Villa der Großindustriellenfamilie Borsig auf der Halbinsel Reiherwerder in Berlin-Tegel untergebracht. Im Park der zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichteten Villa ließ die DSE Ende der 1970er Jahre ein Seminar- und Gästehaus bauen. Der zweigeschossige Baukörper gliedert sich in mehrere ineinander geschobene Kuben mit Flachdach und beherbergt neben 30 Appartements Tagungsräume und Dolmetscherkabinen. Für das Foyer des Hauses schuf Christian Roeckenschuss (1929–2011) drei Wandreliefs, die sich aus mehreren vor die Wand montierten Einzelplatten zusammensetzen. Die Platten in fein abgestimmter Chromatik zwischen Petrol, Karmesin und Erdtönen sind zu komplexen Puzzles kombiniert, deren Leerstellen bewusst in die Komposition einbezogen wurden. Durch die wechselnde Erhabenheit der Elemente gewinnen die Kunstwerke auch eine haptische Qualität. Sie nutzen die architektonischen Gegebenheiten räumlich voll aus und akzentuieren sie. Roeckenschuss ist einer der bedeutendsten Künstler des Minimalismus in Deutschland, der vor allem für seine Streifenbilder der 1970er bis 2000er Jahre und seine präzise, mathematische Technik, die der Hard Edge-Malerei nahesteht, bekannt wurde. Seine Arbeiten für die DSE lassen sich in die Werkgruppe der formal sehr ähnlichen „Signets“ einordnen, die Roeckenschuss ab den 1960er Jahren als Holzreliefs mit großer Fernwirkung hauptsächlich für den Außenraum gestaltete. AL

Weiterführende Literatur Online:
Anne Schmedding / Constanze von Marlin / Anna-Sophie Laug / Lisa Kreft (Autoren), Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) (Hrsg.): Kurzdokumentation von 150 Kunst-am-Bau-Werken im Auftrag des Bundes seit 1950, BBSR-Online-Publikation 02/2019, März 2019.

Weiterführende Literatur:
Christian Roeckenschuss, Avantgardist des Minimalismus. Vom Entwurf zum Werk 1956–2009, Onlinepublikation, hrsg. von Dr. Wolfgang Köppe, Köppe Contemporary, Berlin 2019
Roeckenschuss. Avantgardist des Minimalismus. Kunst im öffentlichen Raum 1963-2009, Onlinepublikation, hrsg. von Dr. Wolfgang Köppe, Köppe Contemporary, Berlin 2018
Christian Roeckernschuss, Kunst am Bau. Ausgewählte Projekte, Onlinepublikation, hrsg. von Dr. Wolfgang Köppe, Köppe Contemporary, Berlin 2017


Wandarbeit
Alkydharzfarbe auf Holz
300 x 450 cm; 300 x 400 cm; 100 x 900 cm
Initialisierung

Haus Europa
Foyer „Haus Europa“
nicht öffentlich zugänglich/einsehbar

Christian Roeckenschuss, 1929 Dresden – 2011 Berlin, Maler. Musikstudium in Dresden (1950), Übersiedlung nach Berlin-West (1951). Studium an der Hochschule der Künste in Berlin bei den Professoren Hans Uhlmann und Alexander Camaro (1951–57). Studienaufenthalt in Paris mit einem Stipendium des Institut Français Berlin (1956). Ab 1957 als freischaffender Künstler tätig. Einzelausstellungen u.a.: Deutsches Kulturinstitut Brüssel (1963), Neuer Berliner Kunstverein (1978), Centre Culturel Allemand, Paris (1979), Ausstellungsbeteiligungen z.B.: Musée Moderne, Paris (1965), Denis Rene Gallery, New York (1977), Museum of Modern Art, New York(1981), Berlinische Galerie, Berlin (1988), Daimler Contemporary, Berlin (2004, 2010). Kunst am Bau im Auswärtigen Amt, Bonn, Wandrelief für die Schule „Märkisches Viertel“ in Berlin (1970–72), Außenfassade der Treppentürme eines Appartementhauses in Lübeck (1974–75).

Haus Europa Berlin

Haus Europa

Architektur: Bundesbaudirektion
Bauzeit: 1974-1977

Akademie Auswärtiger Dienst
Schwarzer Weg 45
13505 Berlin

Das Gebäude wurde 1975 bis 1977 als Seminar- und Übernachtungshaus der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung (DSE) errichtet. Seit 2006 wird es von der Akademie des Auswärtigen Amtes genutzt, wofür es 2003-2005 umgebaut und erweitert wurde.