Ina Holitzka: Simili-Triologie 2008

  • Ina Holitzka: Simili-Triologie, 2008 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2013)

    Ina Holitzka: Simili-Triologie, 2008 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2013)

  • Ina Holitzka: Simili-Triologie, 2008 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2013)

    Ina Holitzka: Simili-Triologie, 2008 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2013)

  • Ina Holitzka: Simili-Triologie, 2008 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2013)

    Ina Holitzka: Simili-Triologie, 2008 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2013)

„Das Wetter kommt aus Offenbach“ lautet der Slogan des Deutschen Wetterdienstes mit Hauptsitz in Offenbach. Unbestritten zählt das Wetter zu den häufigsten Themen des täglichen Small Talks, weil es positiv und negativ Einfluss auf unser Leben nimmt. Wettervorhersagen sind deshalb unerlässlich, weil sie helfen, Risiken wenn schon nicht zu eliminieren, so doch wenigstens zu minimieren. Sie haben deshalb einen wichtigen Einfluss auf Bereiche wie Landwirtschaft, Katastrophenschutz, Investitionen in erneuerbare Energien, städtebauliche Veränderungen oder das Freizeitverhalten der Bevölkerung. Der künstlerische Eingriff von Ina Holitzka, geboren 1957, in die von BLFP Frielinghaus Architekten gebaute Zentrale des Deutschen Wetterdienstes umkreist die drei entscheidenden Fragen, die uns täglich in Bezug auf schlechtes Wetter bewegen: Kommt es – Geht es – Steht es? Wer den Innenhof Richtung Haupteingang durchquert, passiert die Arbeit an den Fenstern der Deutschen Meteorologischen Bibliothek. Mit weißer, matter Folie hat die Künstlerin die Hälfte der Scheiben beklebt und die drei Schriftzüge angebracht – einmal vertikal und zweimal horizontal. Die Schriftzüge sind sowohl von innen als auch von außen, in positivnegativer Durchsichtigkeit, zu lesen, die eine Interpretation als Frage und als Antwort gleichzeitig zulässt (Kommt es? Es kommt). Das Wetter mit seinen dynamischen Zuständen wirkt massiv auf uns ein und ist deshalb ein Thema, das die Künstlerin seit über 20 Jahren bewegt. In ihrer Arbeit „Simili-Trilogie“ für den Deutschen Wetterdienst hat sie das Thema Wetter mit der Funktion der Architektur als schützenden Raum zusammengeführt. „Fenster sind die Augen der Architektur. Sie sind die Grenze zwischen innen und außen auch für uns. In ihnen spiegelt und reflektiert sich die Umwelt. Doch zeitgleich lassen sie Informationen herein“, erklärt die Künstlerin. Neben der Installation von Ina Holitzka geben dem Hauptsitz des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach die Arbeiten von Rebecca Horn und Thomas Bayrle sowie zahlreicher weiterer Künstler aus der Region ein besonderes Profil. SvM

Weiterführende Literatur Online:
Anne Schmedding / Constanze von Marlin (Autoren), BMVBS (Hrsg.): Kurzdokumentation von 200 Kunst-am-Bau-Werken im Auftrag des Bundes seit 1950. BMVBS-Online-Publikation 25/2012.

Weiterführende Literatur:
Kunst im Deutschen Wetterdienst, hrsg. vom Deutschen Wetterdienst (DWD), Offenbach a. Main 2009.


Glasarbeit
Klebefolie Orajet
126 x 120 cm zzgl. Schrifthöhe
6.500 €
Ankaufsverfahren

Deutscher Wetterdienst
Fenster der Deutschen Meteorologischen Bibliothek
nicht öffentlich zugänglich/einsehbar

Künstlerin: Ina Holitzka

Ina Holitzka, geboren 1957, ist eine deutsche Künstlerin. Sie studierte von 1980 bis 1986 an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste - Städelschule in Frankfurt a. Main. Zahlreiche Ausstellungen und Projekte im öffentlichen Raum bzw. Kunst am Bau, u. a. Deutscher Wetterdienst Offenbach (2008).

Deutscher Wetterdienst

Architektur: BLFP Frielinghaus Architekten
Bauzeit: 2006-2008

Deutscher Wetterdienst
Frankfurter Straße 135
63067 Offenbach
Hessen

1952 Gründung des Deutschen Wetterdienstes, 1955-57 Neubau in Offenbach durch Paulfriedrich Posenenske, der 2004 für den Neubau durch BLFP Frielinghaus Architekten abgebrochen wurde. 2008 konnte der Neubau bezogen werden.

Weitere Kunstwerke: Deutscher Wetterdienst, Offenbach