Nevin Aladag: Leaning Wall 2014

  • Nevin Aladag: Leaning Wall, 2014 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Nevin Aladag: Leaning Wall, 2014 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Nevin Aladag: Leaning Wall, 2014 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Nevin Aladag: Leaning Wall, 2014 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Nevin Aladag: Leaning Wall, 2014 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Nevin Aladag: Leaning Wall, 2014 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Nevin Aladag: Leaning Wall, 2014 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Nevin Aladag: Leaning Wall, 2014 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Nevin Aladag: Leaning Wall, 2014 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Nevin Aladag: Leaning Wall, 2014 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Nevin Aladag: Leaning Wall, 2014 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Nevin Aladag: Leaning Wall, 2014 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

  • Nevin Aladag: Leaning Wall, 2014 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

    Nevin Aladag: Leaning Wall, 2014 / © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotonachweis: BBR / Cordia Schlegelmilch (2015)

Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesforschungsinstitut mit Sitz in Berlin, dessen Aufgabe darin besteht, sowohl das Auftreten von Krankheiten und relevanten Gesundheitsgefahren in der Bevölkerung als auch erforderliche Maßnahmen zum wirkungsvollen Schutz der Gesundheit der Bevölkerung zu entwickeln. Für die Forschung wurde ein neues lang gestrecktes, rechteckiges Laborgebäude (Haus 6) von Henn Architekten entworfen, dessen Kern das zentral gelegene Hochsicherheitslabor ausmacht. Der hinter der zweigeschossig verglasten Eingangshalle gelegene Kubus aus Sichtbeton kontrastiert in seinem grauen Material mit der die mit roten Ziegeln verkleideten Fassade, die Bezug auf den Altbestand (Haus 5) nimmt. Anlässlich des Neubaus (Haus 6) und der Sanierung (Haus 5) wurden zwei Einladungswettbewerbe mit je zehn Teilnehmern ausgelobt. Die Jury entschied sich für die beiden Entwürfe von Nevin Aladag und Egill Saebjörnsson. Die in Berlin lebende Künstlerin Nevin Aladag (* 1972) entwickelte mit ihrem Beitrag „Leaning Wall“ eine Wandarbeit für den Kubus im Foyer des Hochsicherheitslabors. Aufgrund der großflächigen Verglasung ist die Arbeit sowohl aus der Ferne von außen zu sehen als auch aus einer Nahsicht von innen. Auf der rund sieben Meter hohen Sichtbetonwand hinter der Stahltreppe befestigte sie verschiedenfarbig pigmentierte Objekte aus Porzellan, die aus der Ferne Griffen ähneln, wie sie beim Bouldern, also dem Klettern ohne Seil und Gurt, verwendet werden. Der Titel ist dem Begriff „Climbing Wall“, zu Deutsch Kletterwand, entlehnt, weil die Installation die Möglichkeit des Aufstiegs an der Wand suggeriert. Bei näherem Hinsehen sind die über 330 Formen jedoch als Abdrücke von Körperteilen wie Kinn, Hand, Schulter, Ellenbogen, Knie oder Fuß zu erkennen, die in feinem Meissener Porzellan abgegossen wurden. Eine der Formen ist ein Abdruck der Faust des damaligen Präsidenten des RKI, Professor Burger. Auf zwei Arten wird der Mensch im Werk von Aladag behandelt, die eine Analogie zu der Arbeitsweise des Forschungsinstituts aufweist: einerseits in seiner Fragmentierung zu einzelnen Elementen, die untersucht und erforscht werden können, und andererseits in seinem unermüdlichen Bewegungsdrang und Streben nach Höherem, womit sie einen passenden künstlerischen Ausdruck für Tätigkeit in dem Labor des Robert Koch-Instituts gefunden hat. CvM

Weiterführende Literatur Online:
Chibidziura, Ute, Alte und neue Kunst am Bau für das Robert Koch-Institut in Berlin, in: 14. Werkstattgespräch: Kunst am Bau und Immobilienwirtschaft, hrsg. vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Berlin 2015, S. 34-39.


Wandarbeit
Porzellan auf Betonwand
90.000 €
nicht-offener Wettbewerb / Einladungswettbewerb mit 20 Teilnehmern

Haus 6 (Laborgebäude)
Foyer Haus 6, geschossübergreifend
nicht öffentlich zugänglich/einsehbar

Künstlerin: Nevin Aladag

Nevin Aladag (*1972 in Van, Türkei) ist Konzeptkünstlerin und Bildhauerin. Sie studierte Bildhauerei an der Akademie der Künste in München. Ihre Installationen, Videoarbeiten und Performances werden weltweit gezeigt, u. a. Kunsthalle Basel, Art Space Pythagorion, Samos, Pinakothek der Moderne, München, Museum of Contemporary Art Tokyo, Haus der Kunst München, The Hayward Gallery, London, XIV Biennale Internazionale di Scultura, Carrara, 11. Istanbul Biennale. Für den öffentlichen Raum in München entwickelte sie mit Beate Engl 2012 das multimediale Projekt „Top View 29.53 ft.“.

Haus 6 (Laborgebäude)

Architektur: Henn Architekten
Bauzeit: 2010-2016

Robert Koch-Institut
Seestraße 10
13353 Berlin

Der Umzug des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte nach Bonn 2001 ermöglichte die Übernahme der Liegenschaft durch das Robert Koch-Institut, für dessen Unterbringung die Bestandsbauten 2009-2013 von Henn Architekten hergerichtet und 2010-2013 um einen Neubau mit Hochsicherheitslaboren ergänzt wurden.

Weitere Kunstwerke: Robert Koch-Institut, Berlin