realities:united: Drehmoment 2018

  • realities:united: Drehmoment, 2018 / © realities:united; Fotonachweis: realities:united/Axel Schmidt (2018)

    realities:united: Drehmoment, 2018 / © realities:united; Fotonachweis: realities:united/Axel Schmidt (2018)

  • realities:united: Drehmoment, 2018 / © realities:united; Fotonachweis: realities:united/Axel Schmidt (2018)

    realities:united: Drehmoment, 2018 / © realities:united; Fotonachweis: realities:united/Axel Schmidt (2018)

  • realities:united: Drehmoment, 2018 / © realities:united; Fotonachweis: realities:united/Axel Schmidt (2018)

    realities:united: Drehmoment, 2018 / © realities:united; Fotonachweis: realities:united/Axel Schmidt (2018)

  • realities:united: Drehmoment, 2018 / © realities:united; Fotonachweis: realities:united/Axel Schmidt (2018)

    realities:united: Drehmoment, 2018 / © realities:united; Fotonachweis: realities:united/Axel Schmidt (2018)

  • realities:united: Drehmoment, 2018 / © realities:united; Fotonachweis: Futurium / David von Becker (2025)

    realities:united: Drehmoment, 2018 / © realities:united; Fotonachweis: Futurium / David von Becker (2025)

Den Eindruck des Futuriums prägen die markante fünfseitige Architektur mit ihrer das Licht vielfältig brechenden Fassade und der Vorplatz mit dem verspielten Punktmuster, amöbenhaft geformten Sitzbänken und Pflanzinseln. Als dominantes gestalterisches Element hinzu kommt die vor dem Gebäude am Südeingang platzierte Kunst am Bau: eine 13,5 Meter hochragende Skulptur aus einem schlanken Stahlmast, an dessen Ende sich ein stählerner Ring mit einem Durchmesser von 3,7 Metern befindet. Gegenüber den diversen Laternen und Fahnenmasten seiner Umgebung fällt das Konstrukt zunächst nicht sehr auf. Planmäßig täglich in der Mittagszeit (derzeit aber nur unregelmäßig; Stand: 26.11.2022) setzt ein im Boden versenkter Motor den geneigten und sich nach oben verjüngenden Schaft in Bewegung und bringt den an einem Scharnier befestigten Ring in Schwung. Mit zunehmender Geschwindigkeit gerät dieser durch die Fliehkraft in die Horizontale und kreist für eine Stunde wie ein Jonglierteller über einem Stab.
Mit „Drehmoment“, so der Titel der Arbeit, erfüllt das für experimentelle Kunst im Grenzbereich von Kunst, Architektur und Technik sowie für spektakuläre Großprojekte im öffentlichen Raum bekannte Künstlerduo realities:united die Erwartungen der Bauherren und Organisatoren der Kunst am Bau. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hatte einen Wettbewerb für eine Installation ausgelobt, welche „die Zielsetzung der Institution unterstützt und den Eindruck eines visionären, zukunftsorientierten Deutschlands unterstreicht“. Tatsächlich liest sich die Skulptur als ein Statement des Futuriums und seiner Betreiber, das in der Gauklersymbolik eines rotierenden Jongliertellers zwischen visionären Ansprüchen, dem Menschenmöglichen und Gefallenden vermittelt. Über die repräsentative, adress- und identitätsbildende Hinweisfunktion eines Logos hinaus ist die Installation am Berliner Spreebogen – zumindest solange sie in Betrieb ist – auch Wahrzeichen, Eyecatcher und ein Anziehungspunkt, der die Passanten zum Besuch animieren und die Institution repräsentieren soll. MS


kinetische Arbeit
Stahl, Motor
ca. 1500 x 400 cm
offener Wettbewerb mit 48 Teilnehmern

Futurium
Vorplatz der Südeingangsseite
öffentlich zugänglich/einsehbar

Künstlergruppe : realities:united

Die Künstlergruppe realities:united wurde von Jan und Tim Edler gründet und versteht sich als “Studio für Kunst und Architektur”. Seit dem Jahr 2000 arbeiten die aus Köln stammenden Brüdern an der Initiierung und Realisierung von internationalen Kunst- und Hybridkunstinstallationen im architektonischen und urbanen Maßstab. Zu ihren bekanntesten Projekten gehören das Flußbad Berlin und die Medieninstallation am Kunsthaus Graz. Kunst am Bau im Auftrag des Bundes haben sie für das Futurium - Haus der Zukünfte in Berlin (2017) und für die Deutsche Botschaft in Belgrad (2020) realisiert.

Futurium Berlin

Futurium

Architektur: Richter Musikowski Architekten
Bauzeit: 2015-2018

Futurium
Alexanderufer 2
10117 Berlin

Das Futurium ist Museum und Podium für Fragen der Zukunft. Es wurde 2014 als Haus der Zukunft gegründet und erhielt 2016 seinen heutigen Namen. 2019 nahm die von der deutschen Bundesregierung, wissenschaftlichen Einrichtungen, Wirtschaftsunternehmen und Stiftungen gemeinsam getragene gemeinnützige Gesellschaft Futurium GmBH ihre Arbeit auf, die sich als unabhängige Plattform für Dialog und Vernetzung zwischen Staat, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft versteht.

Weitere Kunstwerke: realities:united